Psychotherapie – Definitionen

  1. Agoraphobie
    Bei der Agoraphobie handelt es sich um eine Angststörung. Das Wort Agora stammt aus dem Griechischen und bedeutet: „Martkplatz“ oder „weiter, offener Platz“. Das Wort „Phobie“ bedeutet: „Furcht“ oder „Angst“. Die Agoraphobie ist somit geprägt von einer Angst vor Situationen, in welcher der Betroffene sich z.B. auf Plätzen, in Einkaufszentren Flughäfen oder Brücken befindet und wird begleitet von somatischen Symptomen, wie z.B. Herzklopfen, Schwitzen, etc.
  2.  Angst
    Bei der Angst handelt es sich um ein Gefühl von Besorgnis, welches sich aufgrund einer als bedrohlich empfundenen Situation entwickeln kann. Hiervon Abzugrenzen sind Angststörungen im Sinne des ICD 10 F – des Diagnose-Handbuches der Weltgesundheitsorganisation. Mögliche Angststörungen sind spezifische Phobien, die generalisierende Angststörung, Agoraphobie, Panikstörung und Soziale Phobie.
  3.  Bipolare Störung
    Die bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich depressive und manische Episoden abwechseln können. Sie war früher als manisch-depressive Erkrankung bekannt.
  4. Burn Out
    Das Burn Out Syndrom ist ein Zustand, bei dem der Patient sowohl körperlich als auch geistig und emotional erschöpft ist. Hierbei ist das Leistungsvermögen deutlich reduziert. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt. Das Burn Out Syndrom entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten bis Jahren. Er kann oft zu Depressionen, Angst- und Schlafstörungen und zu einem völligen Zusammenbruch führen. Frühzeitig erkannt, kann einem Burn Out oft vorgebeugt werden.
  5. Depression
    Die Depression ist eine psychische Erkrankung im Sinne des ICD10-F – des Handbuches der Weltgesundheitsorganisation. Sie kommt in verschiedenen Abstufungen vor, von einer leichten depressiven Episode hin zu einer schweren Depression. Depressionen sind häufig – die Lebenszeitprävalenz liegt bei ca. 14,6%. Depressionen sind geprägt von einer depressiven (niedergeschlagenen) Stimmung, Antrieblosigkeit und Interessenverlust und von weiteren Symptomen.
  6. Gesprächspsychotherapie
    Bei der Gesprächspsychotherapie handelt es sich um ein Verfahren, welches von Carl Rogers entwickelt wurde. Diese wird auch klientenzentrierte Psychotherapie genannt und den humanistischen Psychotherapien hinzu gerechnet. Die Gesprächspsychotherapie ist von bedingungsloser Akzeptanz geprägt. Eine ihrer Grundannahmen ist, dass dem Menschen eine Selbstaktualisierungstendenz innewohnt. Dem Klienten bei der Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit zu helfen ist ein Ziel dieser Therapieform.
  7. Hypnose
    Das Wort Hypnose wird vom altgriechischen Wort „Hypnos“ abgeleitet, welches „Schlaf“ bedeutet. Bei einer Hypnose ist der Klient in der Regel wach, befindet sich aber im Zustand einer Trance. Die Hypnose erlaubt dem Klienten Zugriff auf sein Unterbewusstsein, wodurch es ihm gelingt, eine Verhaltensänderung zu bewirken, wie z.B. eine Gewichtsreduktion, sich zu entspannen, z.B. durch autogenes Training, Traumreisen oder andere Entspannungsverfahren oder belastende Ergebnisse zu bearbeiten, wie durch Blockadelösungen oder eine Psychoanalyse in einem Trance-Zustand
  8. Hypnotherapie
    Viele Therapieformen lassen sich auch unter Hypnose im Rahmen einer Hypnotherapie oder Hypnosetherapie durchführen und haben so oft eine tiefgreifende Wirkung, wie z.B. kognitive Umstrukturierungen (bei hindernden Glaubenssätzen) oder eine Desensibilisierung in Sensu (bei Angststörungen). Hierbei werden die Mittel der Trance oder Suggestionen genutzt.
  9. Manie
    Die Manie ist eine affektive Störung im Sinne des des ICD10-F – des Handbuches der Weltgesundheitsorganisation. Das Wort Manie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet: „Wut“, „Raserei“. Sie ist oft von euphorischen oder gereizten Zuständen und einer unnormalen Antriebssteigerung geprägt.
  10. Panikstörung
    Panik ist ein Zustand intensive Angst. Bei der Panikstörung handelt es sich um eine psychische Erkrankung im Sinne des ICD10-F – des Handbuches der Weltgesundheitsorganisation. Diese ist geprägt von Panikanfällen, ohne dass dazu ein objektiv gesehener äußerer Anlass vorliegt.
  11. Phobie
    Bei der Phobie (altgriechisch: „Furcht“) handelt es sich um eine Angststörung. Phobien können sein: Agoraphobie, soziale Phobie oder spezifische Phobien. Typische Phobien können sich richten gegen Tiere, wie Spinnen oder Hunde, Räume, wie Aufzüge, Klaustrophobie oder Situationen, wie Angst vor Spritzen, Flugangst, dem Zahnarztbesuch.
  12. Psychotherapie
    Die Psychotherapie ist eine Tätigkeit, die der Feststellung, Heilung oder Linderung von psychischen Störungen dient. Sie beginnt in der Regel mit einer Anamnese, der Feststellung der psychischen Erkrankung und setzt hiernach mit einem Therapieverfahren, wie z.B. einer Verhaltenstherapie oder anderen Therapieverfahren an.
  13. Redeangst
    Die Angst vor der Rede wird als Logophobie bezeichnet. Sie wird auch Sprech- oder Redeangst oder Lampenfieber benannt. Hierbei handelt es sich um einen Zustand der krankhaften Angst in einer Publikumssituation.
  14. Schlafstörung
    Agrypnie, Insomnie oder Hypnosomnie sind Schlafstörungen. Hierbei handelt es sich um Beeinträchtigungen des Schlafes, welche verschiedene Ursachen haben können. (Lärm, psychische Ursachen, wie z.B. eine Depression, organische Faktoren)
  15. Schüchternheit
    Schüchternheit ist in der Regel keine psychische Erkrankung sondern ein Charakterzug, der dazu führt, dass betroffene Menschen auf die Begegnung mit nicht bekannten Menschen mit Verunsicherung oder Angst reagieren.
  16. Systemische Psychotherapie
    Die Systemische Therapie wird auch Systemische Familientherapie genannt und ist ein psychotherapeutisches Verfahren, welches auch oft im Coaching Anwendung findet (systemisches Coaching). Der Schwerpunkt der systemischen Psychotherapie liegt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, wie z.B. dem Familiensystemen oder anderen Systemen, wie demjenigen der Arbeit. Die Systemische Psychotherapie zeichnet sich durch eine große Methodenvielfalt aus wie systemischen Aufstellungen oder zirkulären Fragen.
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