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Vernunft

Was heißt das, vernünftig zu sein, vielleicht sogar erwachsen – und wer möchte das schon? Am Ende ist auch die Vernunft nur ein Wort, aber ein Bedeutendes, hat es doch viel mit dem Zeitalter der Aufklärung zu tun. Schade nur, dass wieder jeder für sich selbst bestimmt, was es denn für ihn ist, vernünftig zu sein. Dieses Wort hat sicherlich viel mit „Moral“, „Ethik“ und Ähnlichem zu tun, ganz viel auch mit den eigenen Glaubenssätzen oder auch einem Glauben. Mit…

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Sozialer Rückzug

Das Wesen der Stadt. Manchmal sitzen wir auf unserem Sofa, allein. Alles ist so perfekt, das Wohnzimmer makellos. Kein Staub klebt an unseren Füßen. Und es ist wieder Wochenende. Wir haben uns mit niemandem verabredet. Sind allein. Haben unsere Ruhe. Endlich. Wie wunderbar doch unser Leben ist. Es braust an uns vorbei, manchmal unmerklich. Wir denken, wir hätten so viel Zeit. Doch diese vergeht – unwiederbringlich. Und was machen wir daraus? Es gibt Tage, da geht ein Termin nach dem…

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Schlechtes Wetter

Manchmal ist der Himmel voller Wolken. Es regnet, oder poetisch, er weint, der Himmel. Dann ist man lieber drinnen und schaut versonnen aus dem Fenster. Unsere Emotionen sind wechselhaft, wie das Wetter. Manchmal sind die Aussichten für uns grau und trüber – so wie heute, wenn die Schleusen auf sind und es scheint, als ob das niemals enden würde … Weltuntergangsstimmung. An anderen Tagen sind wir heiter und klar – fühlen uns wohl und unser Herz ist groß und offen.…

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Bernsteinfarben

Das Gold unserer Ostsee, sind die Tränen von Bäumen, die vor langer Zeit dort standen, als die Ostsee noch kein Meer war, sondern ein Wald. Dann brach die Katastrophe herein, und aus Millionen von Bäumen wurde Holz, totes Holz, dann Treibholz. Und im Moment ihres Todes gaben sie ihr Harz preis – ihre Tränen, das dann versteinerte und zu Bernstein wurde. Manchmal, wenn man über einen Markt schlendert, kann man ihn kaufen. In ihm hin-und wieder eingeschlossen – ein versteinertes…

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Stiefmütterchen

Wie kommt man bloß auf solch einen Namen für eine Blume? Sehen Stiefmütter so aus – wie Blumen? Violett, manchmal gelb oder dunkelblau – sie biegen sich im Wind, sind immer draußen und beklagen sich nicht, wenn man sie auf dem Balkon abstellt. In Märchen gibt es viele Stiefmütter – man denke nur an Aschenputtel oder Schneewittchen. Hier ist das junge Mädchen, das unter seiner bösen Stiefmutter leidet, schön und gut und die Stiefmutter eifersüchtig und böse. Die Väter der…

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Was guckst Du?

Diesen Satz kennen wir. Gleich denkt man einen Türsteher, der einen nicht hineinlässt, zu dem begehrten Objekt, der Disko samt Tanzfläche. Und Augenkontakt kann es ja in sich haben – schließlich lässt er den Blick hinein in die Seele des anderen zu, als stünden alle Türen weit offen. So denkt man vielleicht. Denn am Ende: Was sind Augen? Irgendwelche Körperteile. Und wo soll ich schon hinschauen. Vom ständig auf die Schuhe glotzen, bekommt man einen Buckel. Da schaut man sich…

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Das Glück und die kleinen Dinge

Es sind die kleinen Dinge, die glücklich machen. Wer sich über eine Kugel Eis im Sommer freuen kann oder über eine Fußmassage, hat es: Er lebt im Moment. Aber was ist das, ein Moment? Wer kann ihn greifen oder auch nur beschreiben? Das erinnert an das Lied: „Die Gedanken sind frei“. Auch diese kann man nicht fassen. Der Moment ist auch so eine kleine Sache. Sache natürlich nicht im übertragenen Sinne – man kann ihn ja nicht anfassen. Aber kaum…

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Frühjahrsmüdigkeit

Wo kommt eigentlich dieses Wort her und: Was will es uns sagen? Kann es sein, dass wir nach unserem Winterschlaf uns an dieses Schlafen so sehr gewöhnt haben, dass uns nun eine Art von Müdigkeit im Frühjahr befällt, die sich weit in das Jahr hineinzieht und dann in einer Herbstmüdigkeit endet? Oder ist es so, dass unsere lieben Nachbarn, die Vögel, uns in dieser Jahreszeit schon gegen vier Uhr morgens den Schlaf rauben, weil wieder gezwitschert und geträllert wird. Und…

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Schüchtern?

Sich um Hausecken herum drücken. Nicht gesehen werden. Das Rampenlicht meiden. Wer gerne im Hintergrund bleibt, ist es vielleicht: Schüchtern. Wir alle kennen solche Momente. Oder sagen wir: fast alle. Hineingeworfen in einen Empfang oder eine Party. Wir kennen niemanden davon und sind trotzdem gezwungen, einen sogenannten „Small Talk“ zu betreiben. Aus welchen Gründen auch immer, vielleicht einfach, weil uns ein Freund mitgeschleppt hat und wir nicht dumm dastehen wollen. Doch was sage ich diesem Fremden, vielleicht: „Interessieren Sie sich…

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Ich sehe die Sterne

Abends. Ganz spät. Es ist, als ob eine kosmische Macht nur für uns diesen Zauber auf die Leinwand gebracht hätte: Den Himmel – aber nicht dieses blaue oder graue Etwas, das sich tagsüber über uns entspinnt – nein, es ist nachts, und jemand hat das Licht ausgeschaltet. Wir gehen nach draußen und staunen. Mit großen Augen schauen wir nach oben, und es ist, als ob tausende von Brillanten über uns funkelten – wer hat sie nur dahin getan, um uns…

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